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Entscheidung im letzten Europameisterschaftsrennen: Langer gewinnt Titelduell in Heiligenhafen



Nach vier Tagen ging am Sonntag die Formula Windsurfing Europameisterschaft im Rahmen des Multivan Windsurf Cups Heiligenhafen zu Ende. Die Rückkehr eines Tourstopps der höchsten deutschen Regattaserie im Windsurfen in das Ostseebad war ein großer Erfolg. An drei von vier Wettkampftagen konnten offizielle Rennen durchgeführt werden. Insgesamt standen am Ende nicht weniger als zehn Wettfahrten für die Europameisterschaft zu Buche. Das Titelduell war maximal spannend: Immer wieder wechselte die Führung zwischen den beiden dominierenden Fahrern Vincent Langer (GER-1, Fanatic, Duotone) und Fabi Wolf (GER-404, FMX Racing, Gun Sails). Am Ende fiel die Entscheidung im letzten Rennen und war so knapp, dass der Europameistertitel erst in der letzten Tiebreak-Stufe vergeben wurde: Vincent Langer ist der neue Formula Windsurfing Europameister 2023.


Das Titelduell begann bereits am Eröffnungsdonnerstag. Langer konnte zwar die beiden Rennen des Tages für sich entscheiden, aber Wolf saß ihm in beiden Wettfahrten dicht im Nacken. Mit zwei zweiten Plätzen hielt er sich im Titelrennen für die Europameisterschaft. Nach einem flautebedingten Ruhetag sollte sich der Samstag zum „Big Saturday“ für die Europameisterschaft entwicklen. Mit sechs Wettfahrten konnte an diesem Tag die maximal mögliche Anzahl an Rennen durchgeführt werden. Fabi Wolf nutze die Gelegenheit und schob sich mit mehreren Laufsiegen an die Spitze des EM-Klassements.


Da beide Fahrer aber vor dem Finaltag punktgleich an der Spitze lagen, musste die Entscheidung am finalen Sonntag fallen. Auch hier blieb das Titelduell bis zum Schluss spannend. Jeder der beiden konnte noch einen Laufsieg verbuchen. Am Ende der Europameisterschaft lagen Langer und Wolf punktgleich mit 11,0 Punkten an der Spitze. So musste die Entscheidung um den Formula Windsurfing Europameistertitel im Tiebreak fallen. Hier werden zunächst die Streichergebnisse der Fahrer verglichen. Beide Fahrer streichen hier exakt dieselben Wertungen. Dann werden die Einzelergebnisse verglichen. Auch hier blieben die beiden Kontrahenten gleichauf. So entschied letztlich die letzte Tiebreak Stufe, das bessere Abschneiden im letzten Rennen über den Europameistertitel: Da Langer sich im Finalrennen den Sieg sichern konnte, wird er neuer Formula Windsurfing Europameister 2023.


Ich freue mich von ganzem Herzen über meinen siebten Europameistertitel. So spannend wie dieses Mal war es noch nie. Es macht mich stolz, dass ich in dem harten Kampf noch einmal den Olympiasurfer Fabi Wolf in die Schranken weisen konnte“, freut sich Vincent Langer nach seinem EM-Sieg.


Fabi Wolf war über vier Tage ein ebenbürtiger Gegner und hätte den EM-Titel vermutlich ebenso verdient. Sein Vize-Europameistertitel dürfte als der knappste und am härtesten umkämpfte aller Zeiten in die Geschichte der International Formula Windsurfing Class eingehen.


Es war ein harter Fight mit Vincent und den anderen Formula Racern. Ich habe mich ja neben dem Multivan Windsurf Cup vor allem auf die olympische iQFOiL Klasse konzentriert. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals so kämpfen und pumpen musste. Am Ende freue ich mich neben dem Vize-Europameistertitel auch über das perfekte Wettkampftraining“, sagt Fabi Wolf am Finaltag der Europameisterschaft.


Der Pole Tomasz Romanowski (POL-163, Starboard Severne) präsentierte sich als der stärkste Verfolger des deutschen Führungsduos. In keinem Rennen lief er schlechter als Platz vier ein. Am Ende kommt er mit dieser konstant starken Leistung auf 24,0 Punkte. Damit sichert er sich den dritten Platz auf dem Podium. Auf Platz vier folgt mit Pawel Dittrich (GER-381, Starboard, Severne, 30,0 Punkte) ein weiterer Pole. Der Spanier Fernando Martinez del Cerro (ESP-71, Starboard, Severne) komplettiert mit 35,0 Punkten die Top-5.

­Der Schönberger Meno Büchler (GER-91, Starboard, Severne) ist neuer Formula Windsurfing Youth U-20 Europameister. Mit 49,0 Punkten sicherte er sich Platz sechs im Gesamtfeld. Formula Windsurfing Youth U-20 Vizeeuropameister ist der Kieler Leo Richter (GER-9, JP, Neil Pryde). Auf Platz drei folgt der ebenfalls aus Kiel stammende Felix Wehkamp (GER-247, Fanatic, Duotone).


Auch im Feld der Junioren U-17 tobte der Kampf um den Titel weiter. Nach einem katastrophalen Start mit zwei Frühstarts konnte Erik Wehkamp (GER-240, Fanatic, Duotone) am Samstag mit starken Leistungen nicht nur wieder ins EM-Rennen einsteigen, sondern sogar die Führung übernehmen. Diese gab er bis zum Ende nicht mehr ab. So kann er sich über den Formula Windsurfing Junior U-17 Europameistertitel freuen. Der erst fünfzehnjährige Paul Regber (GER-17, Tahe, Techno Windfoil) und der Berliner Pello Bo Behrendt (GER-769, Starboard, Sailloft) lieferten sich einen spannenden Kampf um Platz zwei. Am Ende konnte sich der aus der Nähe von Kiel stammende Regber bei seiner Regattapremiere durchsetzen und sein Debut mit dem Formula Windsurfing Junior U-17 Vizeeuropameistertitel krönen. Behrendt kann sich sich über Platz drei freuen.


Beeindruckend ist die Leistung des Polen Pawel Dittrich: Nachdem er im Frühjahr in Argentinien bereits Master Weltmeister wurde, konnte er sich mit Platz vier im Gesamtklassement beim Multivan Windsurf Cup Heiligenhafen den Europameistertitel bei den Grandmastern sichern. Auf Platz zwei und drei folgen Jacek Wróz (POL-361, Starboard, Severne) aus Polen und der Brite David Coles (GBR-69, Starboard, Severne) in dieser Wertung.


Bei den Mastern Ü40 liegt der Spanier Fernando Martinez del Cerro an der Spitze. Wojciech Olejnik (POL-2119, FMX, Loftsails) und Jacek Dubaniewicz (POL-212, Starboard, Loftsails) aus Polen folgen auf den Plätzen zwei und drei.



Neben den Wettkämpfen der Surfelite bei der Europameisterschaft bot der Multivan Windsurf Cup ein buntes Programm für die Besucher an der Erlebnis-Seebrücke in Heiligenhafen. Im Eventvillage am Strand konnte man sich an verschiedenen Ständen die Zeit vertreiben oder auch direkt shoppen. Für die Kids gab es mit der Quattro-Highjump Anlage und dem Kinderprogramm der Autostadt ein schönes Programm. Am Stand der Autostadt erhielt man einen Vorgeschmack der Aktivitäten und Angebote, die in der Autostadt Wolfsburg entdeckt werden können. Gleich zweimal am Tag konnte man bei kostenlosen Yogasessions mit "Black Label Yoga powered by LVM Versicherung" selbst aktiv werden.


Jeden Abend wurde der Seebrückenvorplatz beim Multivan Windsurf Cup zur Partylocation. Bei den After Race Partys haben die Besucher und Surfer zusammen auf der Promenade gefeiert bis die Sonne schließlich in der Ostsee versinkt. Dabei ließen sie sich auch von den Schauern am Donnerstag und Freitagabend nicht stoppen.


Der Multivan Windsurf Cup feierte eine erfolgreiche Rückkehr nach Heiligenhafen und das Ostseebad präsentierte sich als hervorragender Gastgeber für die Windsurf-Elite. Einer Rückkehr im kommenden Jahr steht deshalb nichts im Wege. Im Rahmen der Siegerehrung gab Eike Doyen als Tourismusleiter von Heiligenhafen bereits den Termin für das kommende Jahr bekannt: Vom 29. August bis zum 01. September 2024 wird der Multivan Windsurf Cup dann wieder im Ostseebad Heiligenhafen zu Gast sein.­

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