Interview mit Leo Richter

Leo erzählt von der vergangenen Saison, dem aktuellen Stand im Winter und seinen Plänen für die kommenden Wettkämpfe. Alle Fragen und Antworten

seht ihr hier:


Hey Leo, Du giltst als eines der Top Nachwuchstalente im Windsurf Cup. Wie war Deine Saison 2021?

Meine Saison 2021 war erfolgreich. Ich bin alle DWC Events mitgefahren und habe mein Ziel erreicht, in beiden Disziplinen, Slalom und Kursracing, in die Top Ten zu fahren.


Wie bist Du überhaupt zum Windsurf Cup gekommen?

Ich bin schon immer hauptsächlich Funboard beziehungsweise Waveboard gefahren. Nach meiner Opti und BIC Techno Karriere war ich im Regattafieber und wollte endlich bei den Großen mitfahren. Über meinen Vater kannte ich schon einige Fahrer und wusste, dass der DWC der nächste große Schritt ist. Die Regatten auf dem Funboard sind einfach das, was mir am meisten Spaß macht.


Man nimmt Dich und Deinen Bruder (und ggf. sogar Eurem Vater) immer nur als „Team“ war. Ihr habt sogar ein gemeinsames Instagram Profil. Seid Ihr so gleich gepolt oder habt Ihr schon auch andere Interessen? Gibt es auch mal Streit? Wie ist die Konkurrenz durch den eigenen Bruder?

Wir funktionieren grundsätzlich sehr gut als Team. Es ist ein großer Vorteil, mit seinem Bruder immer einen Trainingspartner dabei zu haben. Wir sind auf einem sehr ähnlichen Level und profitieren bei jeder einzelnen Trainingssession enorm davon. Trotzdem ist der Konkurrenzgedanke sehr groß. Auf Regatten wird der persönliche Erfolg hauptsächlich daran gemessen, wie man im Vergleich zum Bruder steht. Zu richtigen Streit kommt es aber sehr selten. Ich glaube wir sind sehr ähnlich gepolt, was unseren Wettkampf Gedanken angeht und wir pushen uns damit gegenseitig zu unseren besten Leistungen.



Du warst 2021 auch im SVSH Kader. Da erfolgt jetzt eine stärkere Fokussierung auf iQFoil. Du wirst aber von Neil Pryde und JP gesponsert, die kein iQFOiL Material haben. Wie wird es für Dich 2022 weitergehen?

Ich habe eine extrem gute Unterstützung mit Neilpryde und JP Australia. Damit bin ich für den Slalom (auch Slalom Foil) und Wavebereich optimal aufgestellt. Ich werde mich auch in diesem Jahr weiter auf Slalom und Wave konzentrieren und so viel wie möglich auf meinen Material trainieren und mich darauf einfahren. Die ganze Tour des Deutschen Windsurf Cups steht auf dem Plan, zusätzlich internationale Regatten wie die IFCA Slalom Youth Events und Youth PWA in Klittmøller.

Wie hältst Du Dich im Winter fit bzw bereitest Dich auf die kommende Saison vor?

Ich bin schon voll in der Vorbereitung auf die neue Saison. Dazu gehört momentan viel Zeit im Gym mit Krafttraining und Ausdauertraining. Natürlich versuche ich auch so oft wie möglich aufs Wasser zu kommen. Mit dem Foil schafft man es fast jedes Wochenende. Letztes Wochenende war ich außerdem mit meinem Vater in Dänemark um dort Waveboard zu fahren.

Wie vereinbarst Du Schule und Windsurfen?

Ich schreibe dieses Jahr ABI, wodurch die erste Hälfte des Jahres sehr auf die Vorbereitung der Klausuren ausgelegt ist. Momentan lässt sich Trainieren und Schule mit einem strukturierten Tagesablauf gut kombinieren. In nächster Zeit wird es schwer, genauso viel Zeit wie sonst auf dem Wasser zu verbringen, aber ich gebe mein Bestes, so fokussiert wie möglich zu lernen, um die verpassten Sessions so gering wie möglich zu halten. Ich denke die meiste Zeit sollte das gut möglich sein.

Was sind Deine Pläne/Ziele für die Saison 2022?

Ich werde den Deutschen Windsurf Cup mitfahren und möchte an die Erfolge aus dem letzten Jahr anknüpfen. Das heißt in erster Linie den Top Fahrern auf die Pelle rücken und vorne mithalten. Darüber hinaus würde ich gerne zu internationalen Regatten wie die der IFCA fahren.

Wer sind Deine härtesten Konkurrenten?

Wie schon gesagt, gehört Anton zu einem meiner größten Konkurrenten, genauso wie Mats Von Holten, der insbesondere auf dem Foil extrem schnell ist. Ansonsten gehören insbesondere die Jungen, Lars Poggemann und Jonne Heimann zu denen, die es für mich zu schlagen gilt.