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Mika Henning (GER-64): zwischen Schule, Training und internationalem Windsurfen


Wer bist du?

Ich bin Mika Henning, bin 14 Jahre alt und komme vom Niederrhein in NRW. Da wir nicht direkt am Wasser wohnen, fahren wir an den Wochenenden, wenn Wind ist, an die holländische Küste. Mein Homespot ist der Brouwersdam am Grevelingenmeer, wo ich Foil und Slalom fahre. Außerdem surfe ich in der Welle in Ouddorp und in Wijk aan Zee. In diesem Jahr war ich ab Mai überwiegend in Norddeutschland und gar nicht in Holland. Es war ein intensives Jahr voller Windsurfveranstaltungen mit vielen Erfolgen.


Gibt es etwas, das du im Training 2025 besonders verbessert hast?

Ich glaube, dass ich mich auf der Finne verbessert habe, mir fehlt aber noch etwas Geschwindigkeit. Meine Halsen auf der Finne und beim Foilen haben sich verbessert, auch meine Starts in der Regatta sind besser als im letzten Jahr. Meine Resultate in der Jahresrangliste – Foil 6. Platz und Finne 5. Platz – bestätigen, dass ich mich in diesem Jahr gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen konnte und sich das Training gelohnt hat. Es gibt aber noch viel zu trainieren und zu verbessern. In diesem Winter steht außerdem auf dem Plan, im Gym mehr Muskeln aufzubauen.


Du bist in diesem Jahr IFCA, PWA und DWC gefahren. Wie ist diese Dreifachbelastung für dich?

Ich habe in diesem Jahr versucht, an allen Events teilzunehmen. In die Saison bin ich auf Fehmarn mit dem ROTS gestartet, um mich für den DWC bzw. das Summer Opening auf Sylt vorzubereiten. Der Start in die Saison beim Summer Opening auf Sylt war sehr gut. Die IFCA in Alaçatı war super, es gab leider nur Wind zum Foilen. Dort holte ich mir den Sieg im U15 Foil Slalom und wurde somit IFCA U15 Foil Slalom World Champion. Das wäre ohne die Unterstützung meiner Eltern nicht möglich gewesen. Sie ermöglichten mir die Teilnahme an allen Events in diesem Jahr, unter anderem auch beim DWC und damit eine gute Positionierung (2. Platz in der Jahresrangliste Overall). Um dies zu erreichen, haben wir unseren Sommerurlaub gestückelt und nach Norddeutschland verlegt, anstatt eine warme Trainingszeit in Portugal zu genießen. Generell ist das keine Doppelbelastung, sondern eine finanzielle Belastung. Ich bin froh, dass meine Eltern mir das alles ermöglicht haben – das ist nicht selbstverständlich. Dafür ein ganz fettes Danke. Auch meinen Sponsoren Duotone, F4 Foils und Free The Sea gilt mein Dank.


Bei der PWA in Klitmøller habe ich mir im ersten Finnen-Rennen die rechte Hand stark verletzt und musste aufgeben. Dank sehr guter ärztlicher Unterstützung konnte ich bei der PWA in Alaçatı starten, wo ich den Sieg in der U15-Finnen-Klasse holte und in der U17-Foil-Klasse den dritten Platz erreichte. Zum Abschluss dieses Jahres ging es dann nach Miami. Dort war es einfach toll. Ich holte mir den 1. Platz im Fin-Slalom Overall, den 1. Platz in der U15-Finne und den 1. Platz im U17-Foil-Slalom. Mit diesen Ergebnissen sicherte ich mir den Titel „U17 PWA Foil Slalom World Champion“ und den „U15 Fin-Slalom Vice World Champion“.


Generell sehe ich jedes Rennen als sehr gutes Training, um meine Performance stetig zu verbessern. Das macht mir riesigen Spaß. Hinzu kommt, dass ich dort viele Freunde treffe und die Zeit neben den Rennen und Battles mit viel Spaß verbringe. Das gilt nicht nur für die deutschen Veranstaltungen, sondern auch für die der IFCA und PWA – man kennt sich mittlerweile. Im Grunde zählen alle Rennen, um unter Wettkampfstress die notwendigen Erfahrungen zu sammeln.



Wer oder was inspiriert dich im Windsurfen?

Das ist eine gute Frage und relativ einfach zu beantworten: einfach ein geiler Sport mit stetigen Herausforderungen und einer tollen Community. Action! Spaß! International und national – alle helfen sich gegenseitig, und auf dem Wasser wird gebattelt. Wer noch keine Regatta gefahren ist, sollte es machen. Es ist ein Nervenkitzel und Spaß pur, nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an Land. Einfach mal den Sprung machen und mitfahren.


Wie vereinbarst du Schule und Windsurfen? Was hat Priorität?

Natürlich hat die Schule Priorität. Wenn die Leistungen dort nicht gut sind, wird es schwer, sich für die Events beurlauben zu lassen. Der verpasste Lernstoff muss selbstverständlich nachgeholt werden. Bei länger andauernden Events müssen die windlose Zeit und die Abende dafür herhalten. Bisher war die Abwesenheitsdauer aber begrenzt, sodass sich der Aufwand für mich in Grenzen hielt. An den Wochenenden konzentriere ich mich aufs Training bzw. Windsurfen, und dann geht es meistens nach Holland, sofern wir nicht gerade zu Regatten nach Norddeutschland fahren.


Was ist für dich der größte Unterschied zwischen Finne und Foilen? Was machst du lieber?

Meine Leidenschaft gilt ganz klar der Finne. Ich habe mit dem Foilen angefangen, um nicht mehr nur am Strand sitzen zu müssen, wenn der Wind für die Finne nicht stark genug ist. Das Foilen macht mir riesigen Spaß. Bei der IFCA World Championship in Alaçatı habe ich den Sieg in der Kategorie „U15 Foil Slalom“ geholt und auch bei der PWA U17 den Tour-Sieg erreicht. Ich ziehe die Finne dennoch immer vor, denn sie macht einfach Spaß und ist sehr actionreich.


Du bist einer der jüngsten Fahrer. Wie ist es, gegen Männer aller Altersklassen in der Overall-Wertung zu fahren?

Für mich ist das die Herausforderung und die Messlatte, um einer der Besten zu werden. In diesem Jahr konnte ich im Finnen-Slalom schon gut mit den älteren Teilnehmern mithalten. Ich hoffe, das gelingt mir auch in der nächsten Saison. Zu sagen ist auch, dass das Starten gegen starke Fahrer – unabhängig vom Alter – mich für die IFCA Youth und PWA Youth sehr weiterbringt, um international erfolgreich zu sein.


Wie bist du zu deinem Sponsoring von Duotone gekommen?

Ich möchte mich zunächst bei Vincent Langer bedanken, der mich auf Duotone angesprochen hat. Danach habe ich mich dort erfolgreich beworben. Ich habe echt Glück, mit Duotone und ION einen starken Sponsor an meiner Seite zu haben, der mich mit Equipment unterstützt. Besonders erwähnen möchte ich auch meinen Sponsor „Free The Sea“, der mir sehr am Herzen liegt. Er steht für Nachhaltigkeit und ist sozial sehr engagiert. Was die wenigsten wissen: Free The Sea sammelt in Indonesien Plastikmüll, also PET-Flaschen, die in Flüssen landen und anschließend ins Meer gelangen. Dort findet Recycling und Upcycling statt. Schaut euch doch mal die Internetseite www.freethesea.com oder Instagram an. Auch F4 Foils möchte ich erwähnen. Insgesamt bin ich stolz, eine solche Unterstützung zu haben.



 
 
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