Paul Regber (GER-17): Youngster zwischen Lernstoff und Wettkampfspaß
- Choppy Water
- vor 1 Tag
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Wer bist du?
Ich bin Paul Regber (GER-17), 17 Jahre alt, Windsurfer im Landeskader Schleswig-Holstein und starte in den Klassen iQFOiL und Slalom. Seit einigen Jahren nehme ich an nationalen und internationalen Regatten teil und konnte schon meine ersten Erfolge feiern.

Wie bist du überhaupt zum Windsurfen gekommen?
Ich habe 2017 im Urlaub auf Mauritius zum ersten Mal das Surfen ausprobiert. In den folgenden Jahren hat mich mein Vater, der ebenfalls surft, immer wieder mitgenommen. Nach etwa fünf Jahren Hobbysurfen bin ich schließlich in den Landeskader Schleswig-Holstein gekommen und habe angefangen, an Regatten teilzunehmen.
Gibt es etwas, das du im Training 2025 besonders verbessert hast?
Im Kader trainieren wir hauptsächlich Kursrennen, wobei wir viel an Manövern und am Winkel zum Wind arbeiten. Seit einem halben Jahr trainiere ich intensiv an der Foil-Tack, also an einer durchgefoilten Wende, und ich komme dem immer näher.
Du bist dieses Jahr sowohl bei iQFOiL- als auch bei DWC-Regatten gestartet. Wie ist diese Doppelbelastung für dich?
Ich mag die Abwechslung zwischen den internationalen iQFOiL-Events und den DWC-Regatten sehr – beide Formate machen mir großen Spaß. Mein Fokus liegt zwar auf den iQFOiL-Regatten, aber durch die Doppelbelastung habe ich natürlich einige nationale Wettkämpfe verpasst. Das ist etwas schade, aber nächstes Jahr überschneiden sich die Regatten hoffentlich weniger. Dann möchte ich in beiden Disziplinen angreifen.

Wie vereinbarst du Schule und Windsurfen? Was hat Priorität?
Die Schule hat für mich immer Priorität. Im nächsten Jahr schreibe ich mein Abitur. Ich bin jetzt in der zwölften Klasse, und da darf die Schule natürlich nicht unter dem Surfen leiden. Zum Glück lässt sich beides gut miteinander vereinbaren. Meine Schule unterstützt Leistungssportler über die Talentförderung, sodass ich für Trainings und Regatten freigestellt werde. Obwohl ich viel Zeit nicht in der Schule verbringe, schaffe ich es, alles nachzuholen.
Hast du ein Ritual vor dem Start oder Wettkampf?
Ja, ich überprüfe mein gesamtes Material, ob alles richtig sitzt und optimal eingestellt ist. Danach konzentriere ich mich voll auf den Wettkampf und vermeide Ablenkungen.
Gibt es eine Session, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Definitiv! Besonders die Regatten, bei denen Stürme aufziehen – wie dieses Jahr bei der Kieler Woche. Letztes Jahr in Strande und vorletztes Jahr bei einer Regatta am Wittensee, wo sogar das Startboot während eines Sturms untergegangen ist.
Was ist für dich der größte Unterschied zwischen Finne und Foil – und was magst du lieber?
Der größte Unterschied ist, dass ich fast gar nicht mehr mit Finne trainiere. Trotzdem machen mir Regatten mit Finne immer noch großen Spaß, weil sie sich komplett anders anfühlen als das Foilen. Ich mag Foilen aber lieber, vor allem weil man damit ein größeres Windfenster hat, bei dem man fahren kann, und wir beim iQ FOiL nur ein Segel benötigen, was den Materialaufwand deutlich einfacher macht.
Du gehörst zu den jüngeren Fahrern. Wie ist es, gegen Männer aller Altersklassen in der Overall-Wertung anzutreten?
Von den älteren und erfahreneren Fahrern kann man unglaublich viel lernen und sich gut mit ihnen batteln, um besser zu werden.








